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Das musste so kommen!

Im Wettkampf war Laura super motiviert und gab 110 %. Sie wollte es noch besser machen als sonst.

Und dann das Ergebnis: eine Megaenttäuschung.

Laura hat alles versucht, wollte es so sehr und sie hat es versiebt.

Nach dem Wettkampf meinte sie: „Ich muss es einfach noch mehr wollen, dann kommt es schon gut.“

Mit dieser Einstellung ist Laura nicht alleine. Viele Athleten denken, dass diese Haltung zum Ziel führt. Die Praxis zeigt ein anderes Bild.

Je mehr sie es wollen und mit der Brechstange drangehen, desto schlechter das Ergebnis.

Weil dabei ein paar wichtige Aspekte aussen vor gelassen werden.

Tipp 1: Gut ist besser als perfekt

Was du vor dem Wettkampf noch nicht kannst, wirst du im Wettkampf nicht können. Du kannst immer nur das abrufen, was du jetzt in diesem Moment kannst.

Den Wettkampf mit dem Ziel „Es muss der perfekte Wettkampf werden“ anzugehen, kann dich ins Elend bringen.

Warum?

Weil du zu dann zu viel denkst und dich nicht auf deine Automatismen verlässt.

Verlass dich auf sie, so gut, wie sie jetzt im Moment von diesem Wettkampf sind. Dein Unbewusstes macht keine Fehler.

Tipp 2: Hochgestecktes Ziel

Je höher das Ziel, desto besser die Leistung? Das stimmt nur bedingt. Natürlich braucht es Visionen und hochgesteckte Ziele, damit du langfristig erfolgshungrig bleibst.

Für einen Wettkampf sollte dein Ziel so hoch gesetzt sein, dass du es mit einer super Leistung gerade noch auf Zehenspitzen erreichen kannst.

Dein Leistungsmotiv wird nur aktiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass du dein Ziel erreichst respektive verfehlst, 50/50 ist. Zu hoch gesetzte Ziele können genauso demotivierend sein wie „larifari“ Ziele.

Wenn du am Start stehst und weisst, dass du dein so sehr gewolltes Ziel nur erreichst, wenn Weihnachten, Ostern und dein Geburtstag zusammenfallen, ist das alles andere als motivierend und leistungsfördernd.

Tipp 3: Freudige und entspannte Stimmung

Deine Stimmung beeinflusst deine Leistung mehr, als du denkst.

Wenn du etwas ganz fest willst, kommst du zu sehr ins Denken und damit in eine ernste Stimmung. Die kann deine Leistung negativ beeinflussen.

Kennst du das? Du bist so angespannt und in deinen Gedanken gefangen, dass du blockierst und sich deine Beine schwer anfühlen, noch bevor du am Start stehst?

Gehe mit einer freudigen und entspannten Stimmung an den Start. Dann kannst du deine Automatismen am besten abrufen.

Bessere Leistung

Seit Laura sich herausfordernde Ziele setzt und den Wettkampf gelassen angeht, machen ihr Wettkämpfe wieder Spass. Aus einem einfachen Grund: Ihre Leistungen sind damit besser geworden.

Wie fühlst du dich vor deinen Wettkämpfen?

Hast du auch schon Wettkämpfe versiebt, weil du es zu sehr wolltest? Was hast du dagegen getan?

Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrung als Kommentar hinterlässt.

Nutze deine Möglichkeiten!

Martin

PS: Ich bin übrigens der Meinung, dass du mit dem Unbewussten im Boot mental stark bist.