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Die Körpersprache sagt mehr als tausend Worte.

Das ist kein Geheimnis.

Es gibt unzählige Bücher dazu. Oft wird die Körpersprache isoliert und ausserhalb des Kontextes betrachtet.

Interessant wird es jedoch dann, wenn du die Körpersprache in Zusammenhang mit ihrem Umfeld stellst. Insbesondere im Sport.

Da kommen die interessantesten Dinge zum Vorschein.

Alles im Griff?

So lange alles rund und nach Plan läuft, fällt es jedem Athleten leicht, cool zu sein.

Was passiert jedoch, wenn es einmal nicht nach Plan läuft?

Dann wird es für viele Athleten schwierig mit der Emotionskontrolle. Dann ist es vorbei mit Coolsein.

Umso mehr, wenn ihnen ihr eigenes Ego im Weg steht.

Der Basketballtrainer Geno Auriemma hat dazu ein sehr schöne Aussage gemacht, die sich im Internet verbreitet hat. Ich kann ihm nur beipflichten.

Schau es dir an und urteile selbst.

Körpersprache entgleist

Die Emotionen deiner Athleten beeinflussen ihre Körpersprache.

Wenn du deine Athleten kennst, weisst du sehr schnell, was es geschlagen hat.

Vor allem junge Athleten müssen noch lernen, ihre Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken.

Es gibt jedoch Verhalten, die weder tolerierbar noch förderlich für den Teamgeist sind. Egal ob du in einer Mannschaft oder in einer Einzelsportart zu Hause bist.

Ein „entgleister Athlet“ kann eine ganze Mannschaft in den Abgrund ziehen.

Ich habe das bei einem Teamwettkampf von Einzelsportlern erlebt, als der vermeintliche Teamleader schon vor dem Wettkampf eine „Leck mich am Arsch“-Stimmung an den Tag legte.

Er fühlte sich zu gut für die „restlichen Krümel“, die in seiner Wahrnehmung unter seinem Niveau waren. Mit seiner Haltung und der offensichtlichen Körpersprache hat er seinem Team einen Bärendienst erwiesen.

Dass sein Anspruch und seine Haltung, die sich auch in seiner Körpersprache zeigten, in keinem Verhältnis zur Realität standen, ist eine andere Geschichte. Sein Ego war bei Weitem grösser als sein Leistungsvermögen.

Deshalb überraschte es nicht, dass seine Teamkollegen weitaus bessere Leistungen abgeliefert haben als er.

Mit einer anderen Haltung und Körpersprache bei ihm wäre für das ganze Team mehr möglich gewesen. Hinterher hat er das auch so kommuniziert.

Die Ironie an der Geschichte: Auch in den folgenden Wettkämpfen änderte sich wenig.

Die Vorschusslorbeeren und sein Talent konnte er übrigens nie ausschöpfen. Dafür standen ihm sein Ego und womöglich auch seine Eltern im Wege. Sie haben ihn schon früh auf den Thron gehoben.

Seine Möglichkeiten hat er nie, oder nur sehr selten, genutzt.

Körpersprache beflügelt

Im gleichen Wettkampf gab es ein anderes Team mit einer ähnlichen Konstellation.

Ein paar gute Durchschnittsathleten mit einem richtigen Überflieger.

Es war schon eine Augenweide zu sehen, wie sich dieses Team präsentierte. Jedes einzelne Teammitglied lief stolz und mit geschwellter Brust in die Arena ein.

Diese Körperhaltung zeigten sie während dem ganzen Wettkampftag.

Jede Top-Leistung war ein zusätzlicher Motivationsschub, welche die anderen beflügelte. Jeder wirkte ein paar Zentimeter grösser. Sie sammelten Punkte ohne Ende und hatten ein breites Grinsen im Gesicht.

Ein kleines Detail am Rande: Der Überflieger verpasste als Zuschauer keine einzige Strecke seiner Teamkollegen!

Durch die guten Leistungen und den Teamspirit wuchsen er und das ganze Team über sich hinaus.

Fazit

Die Körpersprache verrät dir viel über deine Athleten und ihr Talent.Wie einer geht und steht, zeigt sein Wesen oft besser als mit allem, was er sagt. – Alois Johannes Lippl

Ein grosses Ego ist noch kein Garant für gute Leistungen. Im Gegenteil.

Schon viele Talente sind an ihrem Ego zugrunde gegangen.

Was für Erfahrungen machst du mit deinen Athleten und ihrer Körpersprache?

Kannst du die Aussage von Geno Auriemma bestätigen?

Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren teilst.

Nutze deine Möglichkeiten!

Martin

PS: Ich bin übrigens der Meinung, dass mit mentaler Stärke alles ein wenig einfacher geht.